Tradition seit 1922
Ein großer Teil der historischen Aufnahmen und Dokumente auf dieser Seite stammt aus der umfangreichen Sammlung von unserem Ehrenmitglied Otto Heinlein. Mit seiner jahrzehntelangen Dokumentation hat er einen unschätzbaren Beitrag zur Bewahrung der Geschichte des 1. FC Stockheim geleistet.
1920 – 1939: Die Gründung und die ersten Jahre
Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs begann sich das gesellschaftliche Leben allmählich wieder zu normalisieren. In vielen Orten entstanden neue Vereine und Verbände. Auch der damals noch junge Fußballsport gewann zunehmend an Bedeutung. Bereits 1920 und 1921 fanden sich in Stockheim Jugendliche zusammen, um in einer zunächst noch nicht organisierten Mannschaft gegen Jugendliche aus den Nachbarorten zu spielen. Feste Altersklassen oder geregelte Wettbewerbe gab es dabei noch nicht – im Mittelpunkt standen die Freude am Fußball und die Ehre des eigenen Ortes.
Im Frühjahr 1922 fassten einige junge Stockheimer schließlich den Entschluss, einen eigenen Fußballverein zu gründen. An einem Sonntagvormittag trafen sie sich in der Gastwirtschaft Vogel, der heutigen „Alten Zeche“, und hoben den „1. Fußballclub Stockheim“ aus der Taufe. Zu den Initiatoren gehörten Fritz Weißerth, Johann Emmert, Karl Zapf, Gabriel Renk, Johann Renk, Michael Mäusbacher, Johann Nickol und Arthur Jahn.
Die Leitung des neu gegründeten Vereins übernahm zunächst Hans Förtsch. Er stammte aus Grössau und arbeitete als Schmied im Stockheimer Bergwerk. Johann Nickol wurde zum Kassierer bestimmt. Nach Hans Förtsch übernahm zunächst Karl Fritz Verantwortung für den jungen Verein. Später prägte insbesondere Johann Blinzler als Vorsitzender die weitere Entwicklung.
Die wirtschaftlichen Verhältnisse der Anfangsjahre waren schwierig. In der Zeit der Inflation musste jeder verfügbare Pfennig zurückgelegt werden, um Bälle, Fußballschuhe und Spielkleidung anschaffen zu können. Für große Begeisterung sorgte Fritz Weißerth, als er von einer Geschäftsreise aus Dresden den ersten grün-weiß gestreiften Trikotsatz mitbrachte. Dieser soll damals 6.500 Mark gekostet haben. Damit waren jene Farben gefunden, die bis heute untrennbar mit dem 1. FC Stockheim verbunden sind.
Als erste Spielfläche diente eine Wiese unterhalb des damaligen Kaufhauses Götz am sogenannten „Aachelesbaam“. Dieser Platz konnte jedoch nur eine Übergangslösung sein. Deshalb suchten die Mitglieder bald nach einem geeigneteren Gelände. Fündig wurden sie auf der Abraumhalde des 1911 stillgelegten Steinkohlenbergwerks Maxschacht.
Die Herrichtung dieser Fläche verlangte den jungen Vereinsmitgliedern großen Idealismus und enorme körperliche Arbeit ab. In Tag- und Nachtschichten wurde die Halde eingeebnet. Alte Fundamente der Zeche mussten gesprengt und beseitigt werden. Auf diese Weise entstand in mühevoller Eigenleistung ein neuer Sportplatz. Der Untergrund bestand allerdings aus scharfem Aschematerial, wodurch die damals ohnehin wertvollen Fußbälle sehr schnell verschlissen. Immer wieder mussten die Mitglieder ihre letzten Pfennige zusammentragen, um neue Bälle beschaffen zu können.
In den Anfangsjahren wurden überwiegend Freundschafts- und Privatspiele ausgetragen. Viele Gegner kamen aus dem benachbarten Thüringen, darunter Mannschaften aus Sonneberg, Neuhaus, Föritz und Schalkau. Bereits damals musste sich der junge Verein auch mit der Abwerbung guter Spieler durch andere Vereine auseinandersetzen.
Als der Turnverein Stockheim im Jahr 1925 ebenfalls eine Fußballabteilung gründete, entstanden zeitweise unklare Verhältnisse. Nicht immer war eindeutig, welcher Spieler welchem Verein angehörte. Unter der energischen und tatkräftigen Führung des Vorsitzenden Johann Blinzler konnten die Verhältnisse jedoch wieder geordnet werden.
Der erste bedeutende sportliche Erfolg folgte 1927: Der FC Stockheim gewann die Meisterschaft in der B-Klasse und stieg in die A-Klasse auf. Großen Anteil daran hatte der junge Torhüter Robert Wachter. Er war bereits mit 16 Jahren in die erste Mannschaft berufen worden und entwickelte sich zu einem der herausragenden Torhüter der Vereinsgeschichte. Mit seinen Leistungen brachte er gegnerische Stürmer nicht nur im Landkreis, sondern auch darüber hinaus zur Verzweiflung. Noch viele Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg stand er im Tor des FC Stockheim.
Zu Beginn der 1930er-Jahre geriet der Verein erneut in schwieriges Fahrwasser. Die allgemeine Wirtschaftskrise machte sich auch beim FC bemerkbar. In der Vereinskasse herrschte häufig völlige Ebbe. Zeitweise wurde sogar darüber nachgedacht, den Spielbetrieb einzustellen, weil nicht einmal mehr das Geld für die Fahrten zu Auswärtsspielen vorhanden war. In einer solchen Situation half Kassierer Hans Bernschneider dem Verein aus eigener Tasche mit 30 Mark aus und ermöglichte damit die Fortsetzung des Spielbetriebs.
Auch die politischen Veränderungen jener Zeit hinterließen tiefe Spuren. Im Jahr 1933 wurde der Verein im Zuge der nationalsozialistischen Gleichschaltung politisch neu organisiert. Der bisherige Vorstand musste sein Amt abgeben; Hans Günther, genannt „Strasser“, übernahm die Vereinsführung. Ein Jahr später drohte erneut der Rückzug aus dem Spielbetrieb, nachdem mit Albert Spachtholz, Peter Eidloth und Christian Morlock drei wichtige Spieler zur Reichswehr eingezogen worden waren. Ältere Spieler erklärten sich bereit, noch einmal einzuspringen und die Mannschaft zu unterstützen.
Ab 1936 ging es sportlich wieder deutlich aufwärts. Betriebsleiter Turk vom Bergwerk wurde stellvertretender Vereinsführer. In dieser Zeit verfügte der FC Stockheim über eine Mannschaft, die zu den stärksten der frühen Vereinsgeschichte gezählt werden kann. Mit Franz Güthlein, genannt „Ruß“, kam aus Haig ein besonders zuverlässiger Abwehrspieler hinzu. Er blieb bis zu seinem letzten Spiel am 14. September 1947 eine wichtige Stütze der Mannschaft.
Herausragender Torjäger dieser Zeit war Baptist Oppel. In nur zwölf Spielen erzielte er 35 Tore. Die Mannschaft gewann die Meisterschaft in der Gruppe 8a. In zwei Entscheidungsspielen gegen den Meister der Gruppe 8b, den FC Burggrub, setzte sich Stockheim mit 8:3 und 3:2 durch und erreichte damit den Aufstieg in die Kreisklasse 1.
Der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1939 beendete diese erfolgreiche Entwicklung abrupt. Die Mannschaft wurde auseinandergerissen, viele Spieler wurden zum Kriegsdienst eingezogen. Zahlreiche Sportkameraden kehrten nicht zurück, andere kamen mit schweren Verletzungen nach Hause. Damit begann für den FC Stockheim eine Zeit, in der der Fußball gegenüber den Schrecken des Krieges vollständig in den Hintergrund trat.



Gründungsmannschaft aus dem Jahr 1922 und Aufnahme aus den 1920er. Ehemalige Sportplatz auf dem stillgelegten Maxschacht
1939 – 1949: Krieg, Neubeginn und turbulente Jahre
Diese Jahre gehören zu den dunkelsten Kapiteln der Vereinsgeschichte. Sie erinnern daran, welche Folgen Krieg, Ausgrenzung und politische Willkür für einzelne Menschen, Familien und das gesamte gesellschaftliche Leben hatten. Die Vereinschronik verbindet damit eine klare Mahnung: „Wehret den Anfängen!“
Nach dem Ende des Krieges wurde der Sportbetrieb bereits 1945 wieder aufgenommen. Viele erfahrene Spieler befanden sich zu diesem Zeitpunkt noch in Kriegsgefangenschaft oder waren noch nicht nach Stockheim zurückgekehrt. Deshalb waren es zunächst vor allem die jüngeren Spieler, die den Fußballverein wieder mit Leben erfüllten. Erster Vorsitzender dieser Zeit war Hans Müller.
Trotz der schwierigen äußeren Bedingungen entwickelte sich rasch wieder eine leistungsfähige Mannschaft. In der Saison 1946/47 gewann der FC Stockheim mit 39:9 Punkten und einem beeindruckenden Torverhältnis von 113:28 die Meisterschaft in der 2. Liga Nord.
Am 4. Mai 1947 kam es in Kronach zu einem denkwürdigen Ausscheidungsspiel gegen den FC Wallenfels. Josef Gänslein erzielte das entscheidende Tor zum 1:0-Sieg. Zum Helden des Tages wurde erneut Torhüter Robert Wachter, der nach dem Abpfiff auf den Schultern seiner Mitspieler vom Platz getragen wurde.
In den folgenden Aufstiegsspielen besiegte der FC Stockheim zunächst den TSV Creidlitz mit 3:1. Gegen Michelau musste sich die Mannschaft jedoch mit 1:3 geschlagen geben. Die endgültige Entscheidung sollte wenige Tage nach den Feierlichkeiten zum 25-jährigen Vereinsjubiläum fallen. Das entscheidende Spiel gegen Hirschaid fand in Neuses statt und endete mit einer deutlichen 0:8-Niederlage. Damit waren die Aufstiegshoffnungen vorerst beendet.
Otto Heinlein hielt diese Niederlage in seinen Aufzeichnungen mit bemerkenswerter Offenheit fest. Nach seiner Darstellung waren nicht alle Spieler nach den vorausgegangenen Feierlichkeiten in der notwendigen körperlichen Verfassung. Noch Wochen später soll das Ergebnis spöttisch an Eisenbahnwaggons zu lesen gewesen sein. Auch solche Episoden gehören zur Vereinsgeschichte und zeigen, dass sportlicher Ehrgeiz, Geselligkeit und Selbstkritik beim FC Stockheim schon damals eng beieinanderlagen.
Das Jahr 1947 blieb auch abseits des sportlichen Geschehens turbulent. Am 14. September gewann der FC Stockheim ein Pokalspiel gegen Teuschnitz mit 3:1. Weil der Schiedsrichter die Partie nach Ansicht der Beteiligten einige Minuten zu früh beendet hatte, kam es zunächst auf dem Spielfeld und später im Umfeld des Bahnhofs zu heftigen Auseinandersetzungen. Die Geschehnisse führten zu einer Platzsperre bis zum 17. März 1948. Ein Einspruch des Vereins blieb ohne Erfolg.
Einen schweren persönlichen Verlust musste der FC Stockheim am 22. Juli 1947 hinnehmen. Georg Bernschneider, der Mannschaftsleiter der ersten Mannschaft, starb an den Folgen einer im Krieg erlittenen Verwundung.
Trotz aller Rückschläge und Schwierigkeiten gelang es den Verantwortlichen und Aktiven, den Verein nach dem Krieg wieder aufzubauen. Der Fußball gab vielen Menschen in einer Zeit großer Not und Unsicherheit ein Stück Normalität, Gemeinschaft und Lebensfreude zurück. Die Meisterschaft von 1946/47 wurde damit zu einem wichtigen Zeichen des Neubeginns.



Mannschaften in den 1940er – Jahren.
1950 – 1959: Unglück, Zusammenhalt und ein neuer Sportplatz
Zu Beginn der 1950er-Jahre durchlebte die erste Mannschaft eine sportlich schwierige Zeit. Zahlreiche erfahrene Stammspieler standen nicht mehr zur Verfügung, sodass zunehmend jüngere Spieler eingesetzt werden mussten. Über mehrere Jahre kämpfte die Mannschaft um den Verbleib in der A-Klasse, der sie seit 1936 angehörte.
Bei der Generalversammlung am 6. Januar 1954 übernahmen Rudi Daum als erster Vorsitzender und Hans Schröder als geschäftsführender Vorsitzender Verantwortung. Die sportlichen Probleme belasteten jedoch auch die Vereinsführung. Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 6. November 1954 legte die bisherige Vorstandschaft ihre Ämter nieder. Neuer Vorsitzender wurde Oskar Stumpf.
Das Unglück am Maxschacht
Am 28. März 1955 ereignete sich der schwerste Schicksalsschlag in der Geschichte des 1. FC Stockheim. Auf dem Sportplatz brach in unmittelbarer Nähe eines Fußballtores der alte Schacht des früheren Maxschacht-Bergwerks ein. Auf dem Spielfeld öffnete sich ein etwa 30 Quadratmeter großes und rund 150 Meter tiefes Loch.
Bei der früheren Stilllegung des Bergwerks war der Schacht nicht vollständig verfüllt worden. In ungefähr 25 Metern Tiefe hatte man Eisenschienen eingezogen und den darüberliegenden Bereich zugeschüttet. Als diese Konstruktion versagte, stürzten gewaltige Erdmassen in die Tiefe.
Im Bergwerk wurden die beiden Bergleute und FC-Mitglieder Georg Limmer und Heinrich Welscher verschüttet. Heinrich Welscher war nicht nur aktiver Spieler, sondern zu dieser Zeit auch Schriftführer des Vereins. Mit ihnen verlor der 1. FC Stockheim zwei eng mit dem Verein verbundene Kameraden.
Unter der Leitung von Bergbaudirektor Rudolf Strak begann eine außergewöhnliche Rettungs- und Bergungsaktion. Die Stockheimer Bergleute arbeiteten in den folgenden Tagen und Wochen rund um die Uhr. Unter schwierigsten Bedingungen trieben sie unter Tage eine rund 120 Meter lange Strecke voran, um zu ihren eingeschlossenen Kameraden zu gelangen.
Mit jeder Stunde schwand die Hoffnung, Georg Limmer und Heinrich Welscher noch lebend bergen zu können. Erst nach 60 Tagen, am 27. Mai 1955 gegen 7 Uhr, erreichten die Rettungsmannschaften die beiden Verunglückten. Sie waren durch die gewaltige Druckwirkung des Einsturzes ums Leben gekommen.
Die Bergleute betteten ihre Kameraden noch unter Tage ein und brachten sie anschließend an die Oberfläche. Von dort wurden sie im Schein der Grubenlampen zur Kapelle begleitet. Am 28. Mai 1955 nahmen rund 1.500 Menschen an der Beisetzung teil. Pfarrer Johannes Heckel gestaltete die Trauerfeier. Mit einem letzten „Glück auf“ verabschiedeten sich die Bergleute und die Mitglieder des FC Stockheim von Georg Limmer und Heinrich Welscher.
Das Unglück traf das gesamte Bergmannsdorf schwer. Für den Fußballverein bedeutete es zugleich den Verlust seiner bisherigen Sportstätte. Die noch ausstehenden Punktspiele wurden zunächst in Neukenroth ausgetragen. Auch andere Vereine aus der Nachbarschaft boten dem FC Stockheim ihre Plätze an und zeigten damit große Solidarität.
Der Bau einer neuen Sportanlage
Nördlich des bisherigen Spielgeländes sollte eine neue Sportanlage entstehen. Die Stadt Kronach stellte dem Verein dafür ein geeignetes Grundstück zur Verfügung. Während der Bauzeit fand der Spielbetrieb auf den Wiesen der Familien Schwalb und Schreiner am südlichen Ortsende statt.
Erneut waren es der Zusammenhalt und die Eigenleistung der Vereinsmitglieder, die das Vorhaben möglich machten. Über zwei Jahre hinweg wurde an dem neuen Platz gearbeitet. Oskar Stumpf erwarb sich dabei große Verdienste. Für seinen außergewöhnlichen Einsatz beim Platzbau erhielt er als erstes Mitglied in der Geschichte des FC Stockheim das goldene Vereinsabzeichen.
Zu Pfingsten 1957 war es schließlich so weit: Im Rahmen des 35-jährigen Vereinsjubiläums konnte der neue Sportplatz feierlich eingeweiht werden. Die Eröffnung wurde zu einem außergewöhnlichen Ereignis für den Verein und die gesamte Gemeinde.
Pünktlich um 16 Uhr erschien ein amerikanisches Flugzeug über dem Sportgelände, drehte mehrere Runden und warf den Spielball aus geringer Höhe ab. Zum Hauptspiel standen sich die SpVgg Fürth und der VfL Neustadt gegenüber. Die Fürther gewannen die Partie mit 2:1. Rund 6.000 Zuschauer verfolgten das Spiel und sorgten für eine Kulisse, die in Stockheim lange unvergessen blieb.
Die folgenden Pfingstsportfeste, Interzonenspiele und Auswahlspiele entwickelten sich zu großen sportlichen und gesellschaftlichen Höhepunkten. Oskar Stumpf gelang es immer wieder, bekannte Mannschaften nach Stockheim zu holen. Im Jahr 1958 gastierte Hertha BSC Berlin auf der neuen Sportanlage; 1961 folgte die niederländische Spitzenmannschaft Neptun Rotterdam.
Aus dem schwersten Unglück seiner Geschichte entwickelte der 1. FC Stockheim gemeinsam mit der gesamten Dorfgemeinschaft neue Kraft. Der 1957 eingeweihte Sportplatz wurde zum sichtbaren Zeichen dafür, dass Zusammenhalt, Hilfsbereitschaft und ehrenamtliches Engagement selbst nach einem solchen Schicksalsschlag einen Neubeginn ermöglichen können.




Der neue Platz wird Pfingsten 1957 eingeweiht
1960 – 1969: Sportheimbau und erfolgreiche Jugendarbeit
Das neue Jahrzehnt begann für den 1. FC Stockheim mit dem Verlust einer prägenden Persönlichkeit. Am 17. April 1960 verstarb Josef Renk. Fast 40 Jahre lang hatte er den Verein in verschiedenen führenden Positionen vertreten. Als Schiedsrichterobmann war er weit über die Grenzen des Frankenwaldes hinaus bekannt und geachtet.
Sportlich und gesellschaftlich entwickelte sich der Verein dennoch stetig weiter. Im Jahr 1961 durfte der FC Stockheim mit Neptun Rotterdam sogar eine niederländische Spitzenmannschaft auf seiner Sportanlage begrüßen. Solche Begegnungen gehörten zu den besonderen Höhepunkten jener Zeit und machten den Stockheimer Sportplatz weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt.
Der Bau des Sportheims
Mit der neuen Sportanlage war ein wichtiger Schritt getan. Dem Verein fehlte jedoch weiterhin ein angemessenes eigenes Sportheim. Im August 1962 beschlossen die Mitglieder deshalb den Bau eines Vereinsgebäudes.
Über die vorgesehene Größe wurde zunächst intensiv diskutiert. Erst am 20. Juni 1963 konnten die eigentlichen Bauarbeiten beginnen. Wie bereits beim Sportplatzbau setzte der Verein in großem Umfang auf die Eigenleistung seiner Mitglieder.
Zahlreiche freiwillige Helfer brachten ihre handwerklichen Fähigkeiten und ihre Freizeit ein. Dadurch ging der Bau schnell voran. Bereits am 11. September 1963 konnte Richtfest gefeiert werden. Nach weniger als einem Jahr Bauzeit war das neue FC-Sportheim fertiggestellt.
Insgesamt leisteten die Vereinsmitglieder mehr als 15.000 freiwillige Arbeitsstunden. Die Baukosten beliefen sich auf rund 46.000 Deutsche Mark. Ohne diesen außergewöhnlichen persönlichen Einsatz wäre das Projekt für den Verein nicht zu verwirklichen gewesen.
Einen besonders großen Anteil am Bau des Sportheims hatte Rudi Daum. Für seine Verdienste wurde er mit der goldenen Vereinsnadel ausgezeichnet. Das neue Gebäude entwickelte sich rasch zum Mittelpunkt des Vereinslebens. Es bot nicht nur den Mannschaften bessere Bedingungen, sondern schuf auch einen festen Ort für Versammlungen, Feiern und kameradschaftliche Begegnungen.
Die Jugend als Grundlage späterer Erfolge
Sportlich wurden die 1960er-Jahre vor allem durch die erfolgreiche Jugendarbeit geprägt. Im Jahr 1963 gewann die Schülermannschaft die Kreismeisterschaft. Zwei Jahre später wurde auch die Jugendmannschaft Kreismeister und durfte um die oberfränkische Meisterschaft spielen.
In dieser Zeit wurde der Grundstein für die späteren Erfolge der ersten Mannschaft gelegt. Viele junge Fußballer wurden im eigenen Verein ausgebildet und schafften anschließend den Sprung in den Seniorenbereich.
Besonders eng mit dieser Entwicklung verbunden waren Josef Schneider und Josef Nüßlein, der viel zu früh verstarb. Josef Schneider war insgesamt zwölf Jahre als Schülerleiter tätig. Mit großem Engagement begleiteten sie den Nachwuchs und prägten Generationen junger Stockheimer Fußballer.
Auch bei den Senioren gab es Erfolge. Häufig hatte dabei die Reservemannschaft gegenüber der ersten Mannschaft die Nase vorn. Die sogenannte „Bluma-Elf“ gewann dreimal die Meisterschaft in der Reserverunde der A-Klasse.
Die erste Mannschaft verpasste dagegen mehrfach nur knapp den Sprung in die Bezirksliga. Zweimal wurde sie erst am letzten Spieltag von der Tabellenspitze verdrängt und musste sich jeweils mit der Vizemeisterschaft zufriedengeben.
Auch wenn der große Aufstieg in diesem Jahrzehnt noch ausblieb, waren die 1960er-Jahre für die weitere Entwicklung des FC Stockheim von entscheidender Bedeutung. Mit dem Sportheim erhielt der Verein eine dauerhafte Heimat, während die konsequente Nachwuchsarbeit die sportliche Grundlage für die erfolgreichen 1970er-Jahre schuf.



Ein Meilenstein in der Vereinsgeschicht: Der Bau des Sportheims im Jahr 1963/1964
1920 – 1979: Jugendmeister und Aufstieg in die Bezirksliga
Zu Beginn der 1970er-Jahre trug die langjährige und intensive Nachwuchsarbeit des 1. FC Stockheim eindrucksvoll Früchte. Im Jahr 1971 errang die Jugendmannschaft den Titel des oberfränkischen Jugendmeisters. Dieser Erfolg zählt bis heute zu den herausragenden sportlichen Leistungen der Vereinsgeschichte.
Die Mannschaft verfügte über zahlreiche hoffnungsvolle Talente. Viele dieser jungen Spieler bildeten nur wenige Jahre später das Gerüst der ersten Mannschaft. Damit bestätigte sich, dass die kontinuierliche Arbeit der Jugendbetreuer nicht nur kurzfristige Erfolge brachte, sondern die sportliche Zukunft des gesamten Vereins entscheidend beeinflusste.
Das 50-jährige Vereinsjubiläum
Im Jahr 1972 blickte der FC Stockheim auf sein 50-jähriges Bestehen zurück. Aus dem kleinen, unter schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen gegründeten Fußballverein war inzwischen eine feste Größe im Sportleben des Landkreises Kronach geworden.
Der Verein besaß eine eigene Sportanlage, ein in großer Eigenleistung errichtetes Sportheim sowie eine erfolgreiche Jugendabteilung. Sportlich blieb jedoch ein Ziel noch unerfüllt: der Aufstieg der ersten Mannschaft in die Bezirksliga. Mehrfach war der FC in den vorausgegangenen Jahren nur knapp gescheitert.
Die Meisterschaft der Saison 1972/73
In der Saison 1972/73 konnte eine junge und spielstarke Mannschaft zusammengestellt werden. Viele Akteure entstammten der erfolgreichen Stockheimer Nachwuchsarbeit. Der Start in die Spielzeit verlief allerdings zunächst mäßig. Zeitweise rechnete kaum noch jemand damit, dass der FC Stockheim ernsthaft in den Kampf um die Meisterschaft eingreifen könnte.
Im Laufe der Saison kam es zu einem Trainerwechsel. Gerhard Emmert übernahm die Mannschaft von Alfred Linss. Unter seiner Leitung startete der FC eine eindrucksvolle Aufholjagd. Spiel für Spiel arbeitete sich die Mannschaft an die Tabellenspitze heran.
Am Ende der regulären Saison lagen der 1. FC Stockheim und der TSV Küps punktgleich auf dem ersten Tabellenplatz. Die Meisterschaft und der damit verbundene Aufstieg mussten deshalb in einem Entscheidungsspiel vergeben werden.
Austragungsort war die Hammermühle in Kronach. Mehrere Tausend Zuschauer sorgten für eine außergewöhnliche Kulisse. Zahlreiche Stockheimer begleiteten ihre Mannschaft und verwandelten das Entscheidungsspiel in ein großes Gemeinschaftserlebnis.
Der FC Stockheim behielt in dieser besonderen Atmosphäre die Nerven und besiegte den TSV Küps mit 3:1. Damit war der lang ersehnte erste Aufstieg in die Bezirksliga geschafft. Mannschaft, Verantwortliche und Anhänger feierten den größten Erfolg der bisherigen Vereinsgeschichte.
Nach der Rückkehr nach Stockheim wurde die Mannschaft von zahlreichen Menschen empfangen. Der Triumphzug durch den Ort und die anschließenden Feierlichkeiten blieben vielen Beteiligten über Jahrzehnte in lebhafter Erinnerung. Auch Wochen später war die Begeisterung noch deutlich zu spüren.
Nicht nur die eigenen Anhänger zeigten sich beeindruckt. Auch auswärtige Fußballkenner würdigten die junge Stockheimer Mannschaft für ihre technisch versierte und unbekümmerte Spielweise.
Acht Jahre in der Bezirksliga
Nach anfänglichen Schwierigkeiten fand sich der FC Stockheim in der neuen Spielklasse schnell zurecht. Unter Trainer Otto Lutter entwickelte sich die Mannschaft zu einer Bereicherung für die Bezirksliga Oberfranken West und konnte zeitweise bis in die Spitzengruppe vordringen.
In der ersten Bezirksligasaison 1973/74 erreichte der FC unter Otto Lutter den sechsten Tabellenplatz. In der Saison 1974/75 folgte Platz acht. Besonders erfolgreich verlief die Spielzeit 1975/76, in der die Mannschaft unter der Betreuung von Dr. Armin Schülner, Karl Weißerth und Klaus Wachter den fünften Rang belegte.
In den folgenden Jahren konnte sich Stockheim weiterhin in der Bezirksliga behaupten. Unter Edwin Fröba wurde die Mannschaft 1976/77 Zehnter. Gerhard Emmert führte das Team 1977/78 auf den neunten und 1978/79 auf den zehnten Platz. In der Saison 1979/80 belegte der FC unter Hans Weberpals und Rudi Söllner den 13. Rang.
Unvergessen blieben die Begegnungen mit bekannten westoberfränkischen Mannschaften wie dem SV Hallstadt, dem TSV Hirschaid, dem VfL Frohnlach oder dem ASV Gaustadt. Die Spiele gegen diese Gegner lockten regelmäßig zahlreiche Zuschauer auf den Stockheimer Sportplatz.
Über viele Jahre gehörten die „Bergleute“, wie die Stockheimer Fußballer genannt wurden, zum festen Bestandteil der Bezirksliga. Lediglich die SpVgg Stegaurach konnte sich zu dieser Zeit länger ununterbrochen in der westoberfränkischen Bezirksliga halten.
Die 1970er-Jahre markieren damit eine der erfolgreichsten Epochen des 1. FC Stockheim. Der oberfränkische Jugendmeistertitel von 1971 und der erste Bezirksliga-Aufstieg 1973 stehen beispielhaft für die Bedeutung einer starken Nachwuchsarbeit, einer engagierten Vereinsführung und einer Mannschaft, die sich auch von einem schwierigen Saisonstart nicht entmutigen ließ.


Oberfränkischer Jugendmeister 1971



Erster Aufstieg in die Bezirksliga 1973
1980 – 1989: Zwischen A-Klasse und Bezirksliga
Zu Beginn der 1980er-Jahre endete zunächst eine außergewöhnlich erfolgreiche Epoche. Zahlreiche Spieler, die den FC Stockheim über viele Jahre geprägt hatten, beendeten ihre aktive Laufbahn.
Zu ihnen gehörten Siegfried Schröder, Dr. Armin Schülner und Karl Weißerth. Nach der Saison 1979/80 hängten auch Eberhard Renk, Max Bartnik und Dieter Förtsch ihre Fußballschuhe an den Nagel. Hinzu kam, dass einige jüngere Spieler aus der oberfränkischen Jugendmeistermannschaft von 1971 nicht mehr zur Verfügung standen.
Einen besonders schmerzhaften sportlichen Verlust bedeutete der Wechsel von Johannes Lehnhardt zum Bayernligisten VfB Helmbrechts. Damit verlor der FC Stockheim seinen erfolgreichsten Torschützen an einen höherklassigen Verein.
Die vielen personellen Veränderungen konnte die Mannschaft nicht vollständig auffangen. In der Saison 1980/81 belegte der FC unter Trainer Gerhard Emmert den 17. Tabellenplatz. Nach acht Jahren ununterbrochener Zugehörigkeit musste sich Stockheim aus der Bezirksliga verabschieden.
Trotz des Abstiegs ließ sich die Mannschaft nicht abschießen. Sie kämpfte bis zum Ende und verabschiedete sich aufrecht aus der Spielklasse, der sie seit dem historischen Aufstieg von 1973 angehört hatte.
Die erfolgreiche Zeit unter Manfred Marose
In den folgenden Jahren entwickelte sich der FC Stockheim zu einer klassischen „Fahrstuhlmannschaft“. Für die A-Klasse war die Mannschaft häufig zu stark, in der Bezirksliga gelang es jedoch nicht dauerhaft, Fuß zu fassen.
Mit dem aus Buchbach stammenden Manfred Marose verpflichtete der Verein einen Trainer, der zu einem der erfolgreichsten Übungsleiter der Stockheimer Vereinsgeschichte werden sollte. Insgesamt betreute er die Mannschaft sechs Jahre lang.
Bereits in seiner ersten Saison 1982/83 führte Marose den FC zur Meisterschaft in der A-Klasse Kronach. Nach einem 4:1-Sieg gegen den FC Haig war der Titelgewinn perfekt. Damit kehrte Stockheim nur zwei Jahre nach dem Abstieg in die Bezirksliga zurück.
Neben den Erfolgen auf dem Feld war diese Zeit auch von einer ausgeprägten Kameradschaft geprägt. Die Bilder der Aufstiegsfeiern zeigen, mit welcher Begeisterung Mannschaft, Vereinsmitglieder und Anhänger die Rückkehr in die Bezirksliga feierten.


Frauenfußball beim FC Stockheim
Im Jahr 1982 wurde beim FC Stockheim auch eine Frauenmannschaft aufgestellt. Damit griff der Verein eine Tradition auf, die bereits in den 1950er-Jahren mit einer Damen-Handballmannschaft bestanden hatte.
Die Frauenmannschaft war ein weiterer Beleg dafür, dass sich das sportliche Angebot des Vereins nicht ausschließlich auf die Herrenmannschaften beschränkte. Mannschaftsbilder aus dieser Zeit erinnern an dieses besondere Kapitel der Vereinsgeschichte.


Meisterschaft 1984/85
Nach einem erneuten Abstieg kämpfte sich der FC Stockheim in der Saison 1984/85 wieder an die Spitze der A-Klasse. Am Ende der Spielzeit lagen Stockheim und der SV Neuses punktgleich. Erneut musste ein Entscheidungsspiel über Meisterschaft und Aufstieg entscheiden.
Die Begegnung wurde in Friesen ausgetragen. Rund 1.200 Zuschauer sahen ein spannendes Spiel, das nach der regulären Spielzeit noch nicht entschieden war. In der Verlängerung setzte sich der FC Stockheim schließlich mit 4:2 durch.
Der erneute Aufstieg wurde ausgelassen gefeiert. Das Motto dieser Zeit hätte lauten können: „Ihr bekommt uns nicht los.“ Immer wieder gelang es dem FC, nach Rückschlägen zurückzukehren und sich erneut für die Bezirksliga zu qualifizieren.
Der nächste Aufstieg 1987/88
Nur wenige Jahre später stand der Verein erneut vor einem entscheidenden Spiel. Im Juni 1988 traf der FC Stockheim in Pressig auf den TSV Wilhelmsthal.
Stockheim gewann die Partie mit 2:0 und stieg damit zum vierten Mal in die Bezirksliga auf. Wieder wurde die erfolgreiche Mannschaft von zahlreichen Anhängern begleitet und anschließend gebührend gefeiert.
Meisterschaft 1989/90
Zum Abschluss des Jahrzehnts errang der FC Stockheim in der Saison 1989/90 nochmals die Meisterschaft in der A-Klasse Kronach. Auch dieser Erfolg wurde unter Trainer Manfred Marose erreicht.
In seinen insgesamt sechs Jahren als Stockheimer Trainer gewann Marose mit der Mannschaft drei A-Klassen-Meisterschaften. Zusätzlich konnte der FC unter seiner Leitung die Hallenkreismeisterschaft feiern.
Die 1980er-Jahre waren von einem ständigen Wechsel zwischen sportlichen Erfolgen und erneuten Abstiegen geprägt. Der FC Stockheim bewies jedoch immer wieder seine Widerstandsfähigkeit. Nach Rückschlägen gelang es Verantwortlichen, Trainern und Spielern regelmäßig, eine neue Mannschaft aufzubauen und in die Bezirksliga zurückzukehren.
Diese Beharrlichkeit wurde zu einem prägenden Merkmal des Vereins: Der FC gab sich niemals dauerhaft geschlagen, sondern kämpfte sich immer wieder zurück.


1990 – 2002: Platzneubau, Sportheimerweiterung und sportliches Comeback
Zu Beginn der 1990er-Jahre stand beim 1. FC Stockheim zunächst die Erneuerung der sportlichen Infrastruktur im Mittelpunkt. Zwischen 1990 und 1992 wurde der Sportplatz umfassend umgebaut. Die Arbeiten verlangten den Verantwortlichen und den zahlreichen freiwilligen Helfern viel Einsatz ab. Damit schuf der Verein eine wichtige Grundlage für den weiteren Spielbetrieb und die kommenden Jahrzehnte.
Auch sportlich konnte der FC wieder Erfolge feiern. In der Saison 1993/94 errang die Mannschaft mit 43:9 Punkten und einem beeindruckenden Torverhältnis von 107:28 die Meisterschaft. Dieser Erfolg zeigte, dass der Verein nach den wechselhaften Jahren zuvor wieder auf einem guten Weg war.
Von 1995 bis 1997 wurde schließlich auch das Sportheim erweitert und renoviert. Wie schon beim Bau des Sportplatzes und des ersten Sportheims brachten sich zahlreiche Vereinsmitglieder mit viel Eigenleistung ein. So entstanden zeitgemäßere Räumlichkeiten für Mannschaften, Verantwortliche und Gäste. Gegen Ende der 1990er-Jahre und zu Beginn des neuen Jahrtausends gelang dem FC Stockheim schließlich auch sportlich ein Comeback. Die Jahre von 1999 bis 2002 stehen damit sinnbildlich für einen Verein, der sich sowohl auf als auch neben dem Platz immer wieder erneuern konnte.



Bau des Sportplatzes



Anbau an das vorhandene Sportheim
2003 -2013: Nachwuchsarbeit und Gründung der JFG GW Frankenwald
Nach dem sportlichen Comeback zu Beginn des neuen Jahrtausends blieb die Nachwuchsarbeit eine der wichtigsten Aufgaben des 1. FC Stockheim. Über viele Jahrzehnte hinweg hatte die eigene Jugendabteilung immer wieder die Grundlage für erfolgreiche Mannschaften im Erwachsenenbereich geschaffen. Gleichzeitig wurde es für die Vereine in der Region zunehmend schwieriger, in sämtlichen Altersklassen eigenständige Jugendmannschaften zu stellen.
Eine zukunftsweisende Entscheidung fiel deshalb im Jahr 2013: Mit der Gründung der JFG Grün-Weiß Frankenwald wurden die Kräfte in der Nachwuchsarbeit gebündelt. Die Zusammenarbeit eröffnete jungen Fußballerinnen und Fußballern aus Stockheim und der Umgebung weiterhin die Möglichkeit, ihrem Alter entsprechend Fußball zu spielen. Zugleich entstanden größere Mannschaftskader und bessere Voraussetzungen für einen geregelten Trainings- und Spielbetrieb.
Der 1. FC Stockheim brachte seine Erfahrung, seine Sportanlagen und vor allem zahlreiche engagierte Trainer, Betreuer und Helfer in die gemeinsame Jugendarbeit ein. Die Gründung der JFG war damit weit mehr als eine organisatorische Veränderung. Sie war ein wichtiger Schritt, um den Jugendfußball in der Region langfristig zu sichern und jungen Menschen weiterhin Gemeinschaft, Bewegung und Freude am Fußball zu vermitteln.

JFG Grün-Weiß Frankenwald im Jahre 2022
2014 – 2022: Meisterschaft, Kunstrasenplatz und 100-jähriges Jubiläum
In der Saison 2014/15 konnte der 1. FC Stockheim erneut einen bedeutenden sportlichen Erfolg feiern. Die erste Mannschaft errang die Meisterschaft in der Kreisklasse und belohnte sich damit für eine überzeugende Saison. Spieler, Trainer, Verantwortliche und Anhänger feierten gemeinsam einen weiteren Aufstieg in der langen Vereinsgeschichte.



Neben dem sportlichen Geschehen beschäftigte den Verein zunehmend die Zukunft seiner Sportanlage. Die vorhandenen Plätze konnten den Anforderungen des Trainings- und Spielbetriebs, insbesondere für die zahlreichen Jugendmannschaften, auf Dauer nicht mehr gerecht werden. Im Jahr 2018 begannen deshalb die konkreten Planungen für einen eigenen Kunstrasenplatz.
In den Jahren 2019 und 2020 wurde dieses außergewöhnliche Gemeinschaftsprojekt verwirklicht. Zahlreiche Vereinsmitglieder und Unterstützer brachten sich mit vielen freiwilligen Arbeitsstunden ein. Auch die Einschränkungen während der Corona-Pandemie konnten das Vorhaben nicht stoppen. Im Sommer 2020 wurde schließlich der Kunstrasen verlegt. Damit erhielt der FC Stockheim eine moderne und weitgehend wetterunabhängige Sportstätte, die auch von der JFG Grün-Weiß Frankenwald und weiteren Mannschaften aus der Region genutzt wird.



Im Jubiläumsjahr 2022 gab es erneut sportlichen Grund zur Freude: Die Spielgemeinschaft Burggrub/Stockheim errang die Meisterschaft in der A-Klasse. Zugleich blickte der 1. FC Stockheim auf sein 100-jähriges Bestehen zurück. Beim Festkommers im Juli 2022 wurden die wichtigsten Stationen der Vereinsgeschichte noch einmal lebendig. Historische Aufnahmen, persönliche Erinnerungen und die Würdigung verdienter Mitglieder machten deutlich, wie viele Menschen den Verein über Generationen hinweg geprägt haben.



Von der kleinen Fußballgemeinschaft des Jahres 1922 hatte sich der 1. FC Stockheim zu einem modernen und fest in der Gemeinde verankerten Verein entwickelt. Trotz Kriegsjahren, sportlicher Rückschläge und großer baulicher Herausforderungen blieb dabei eines unverändert: der Zusammenhalt seiner Mitglieder und die gemeinsame Leidenschaft für den Fußball.
